Bedarfsaufnahme Angebote & Akteure
- Bestandsaufnahme und Veröffentlichung der regionalen schulischen und außerschulischen Angebote
- Identifizierung der regionalen Akteurlandschaft
- Einbindung der Jugendlichen durch stichprobenhafte Schülerbefragung
- Schaffung einer ersten regionale Datengrundlage zum Übergang Schule-Beruf (Bildungsmonitoring)
Auf- und Ausbau von Koordinierungs- und Vernetzungsstrukturen
Mittelschulen: Regelmäßige Abstimmung der Berufsorientierung mit staatlichem Schulamt und Schule-Wirtschaftsexperte sowie Organisation von gemeinsamen Unterstützungstreffen mit den beauftragten Lehrkräften für Berufsorientierung
Gymnasien: Organisation und Koordination des neu gegründeten Netzwerks der Gymnasien (alle Schulleitungen und Ministerialbeauftragter) sowie Vernetzung und Unterstützung der neuen Funktionslehrkräfte für Berufsorientierung mit dem Bildungsbüro KF und der Agentur für Arbeit
Agentur für Arbeit: Regelmäßiger Informationsaustausch (alle 3 Monate) mit den Beratern für akademische Berufe und dem Bildungsbüro Kaufbeuren (z.B. Abstimmung von Projekten und Netzwerken)
IHK Schwaben: Regelmäßige Abstimmung mit relevanten Ansprechpartnern der IHK Schwaben über Projekte und die Koordinierung von Netzwerken (z.B. Abstimmung von Runden Tischen mit den Schulen)
Unternehmen: Kontakt zu Ausbildern über Messen oder Ausbilderarbeitskreistreffen um Impulse in die verschiedenen Netzwerke weiterzugeben (z.B. Abstimmung Praktikumszeiten)
Arbeitskreis SchuleWirtschaft Marktoberdorf: Konzeptionelle Unterstützung des Arbeitskreises zur Ausrichtung der Ausbildungsmesse Marktoberdorf als neutrale Messe und als Standortfaktor für den Landkreis
Kooperation Kaufbeuren: Enge Abstimmung und Zusammenarbeit mit der Stadt Kaufbeuren aufgrund der Kooperationsvereinbarung Bildung (gemeinsame Projekte z.B. Netzwerk Mittelschulen+Gymnasien, Unterstützung Lehrkräfte, Praktikumszeitenabfrage, Jugendberufsagentur)
Newsletter „Berufsorientierung“: Regelmäßige Versendung eines web-basierten Newsletters mit relevanten Informationen über die koordinierende Arbeit, Maßnahmen, regionalen Veranstaltungen in der Berufsorientierung
Projektarbeit/Fachliche Unterstützung
Realschulen: Referenzprojekt Berufsorientierungsprozess an den Realschulen Füssen und Buchloe: Erarbeitung der individuellen Stärken und Interessen der Jugendlichen mit dem ProfilPASS sowie Praktikumsvor- und -nachbereitung (Projektinitiierung und -koordination)
Berufsschule/Berufsintegrationsklassen: Pilotprojekt ProfilPASS für junge Flüchtlinge und Asylbewerber in den Berufsintegrationsklassen an der Berufsschule Ostallgäu: Erarbeitung der individuellen Stärken und Interessen im Rahmen der beruflichen Orientierung (Projektinitiierung und -koordination)
Gymnasien: Unterstützung bei der Entwicklung und Konzeption von Formaten der Elterneinbindung/-aktivierung in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit
Praktikums- und Messezeiten: Abfrage und Veröffentlichung der Praktikumszeiten und Zeiten für Berufsorientierungsveranstaltungen aller Schulen im Landkreis und der Stadt Kaufbeuren
Berufswahlsiegel: Fachliche Unterstützung der Schulen beim Zertifizierungsverfahren zum Berufswahlsiegel; Jurorin für Berufswahl-Siegel
Schülerbefragung
Für die Koordination und die Verbesserung der Berufsorientierung ist es wichtig, auch die Jugendlichen mit einzubeziehen und ihre Wahrnehmung und Sichtweise zur Berufsorientierung zu erfahren. Hierzu durfte ich in Rücksprache mit dem Staatlichen Schulamt eine stichprobenhafte Schülerbefragung mit je einer Jahresabschlussklasse an den Mittelschulen im Ostallgäu im Schuljahr 2015/16 durchführen. Mit Genehmigung des Kultusministeriums wurde ebenfalls eine stichprobenhafte Schülerbefragung je einer Jahresabschlussklasse an den Realschulen im Schuljahr 2017/18 und je ein Seminar/Kurs der Q12 an den Gymnasien im Schuljahr 2018/19 befragt. Die Auswertungsergebnisse wurden den jeweiligen Schulen zur Verfügung gestellt. Folgende interessante Erkenntnisse lassen sich u.a. aus den Gesamtauswertungen ableiten:
- Eltern werden als sehr wichtige Unterstützung bei der Information über Berufe und Ausbildungen und somit bei der beruflichen Entscheidung bewertet
- schulische und freiwillige Praktika werden als sehr hilfreiche Angebote in der Berufsorientierung bewertet (→ Wunsch nach mehr verpflichteten Praktikumsmöglichkeiten in den Realschulen und Gymnasien)
- Bewerbungstraining wird als sehr hilfreiches Angebot in der Berufsorientierung bewertet
- Tests der eigenen Stärken werden als hilfreiches Angebot in der Berufsorientierung bewertet
- Informationstage, Berufsmessen und Betriebserkundungen werden als hilfreiches Angebot in der Berufsorientierung bewertet
zusätzliche Erkenntnisse - Schülerbefragung Realschule:
- mehr Zeit für schulische Praktika
- mehr Zeit für richtiges Erstellen von Bewerbungsschreiben
- eigene Stärken und Interessen der Schüler bei der Berufsorientierung mehr berücksichtigen
- neben der dualen Ausbildung weitere/mehr Möglichkeiten nach der Mittleren Reife aufzeigen
zusätzliche Erkenntnisse - Schülerbefragung Gymnasium:
- Eltern aber auch Freunde werden als wichtige bis sehr wichtige Unterstützung bei der Information über Berufe und Ausbildungen und somit bei der beruflichen Entscheidung bewertet
- das Internet dient als hilfreiche Informationsquelle sich über Berufe, Ausbildungen und Studiengänge zu informieren
- Berufs- und Studienorientierung im Unterricht und das P-Seminar werden weniger hilfreich bewertet
- Besuch von Hochschulen/Universitäten als auch Berufsorientierungsmessen wird als hilfreiches bis sehr hilfreiches Angebot bewertet
- Der Wunsch besteht nach mehr und besseren Einblick in verschiedenen Berufe und mehr Informations- und Beratungsmöglichkeiten
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