Landkreis Ostallgäu
Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV)
Die Planung, Organisation und Sicherstellung des allgemeinen öffentlichen Personennahverkehrs ist eine freiwillige Aufgabe der Landkreise und kreisfreien Gemeinden im eigenen Wirkungskreis. Die gesetzliche Grundlage bildet das Gesetz über den öffentlichen Personennahverkehr in Bayern (BayÖPNVG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 30. Juli 1996. Vorbehaltlich weiterer Änderungen durch den Gesetzgeber.
Im Landkreis Ostallgäu besteht ein flächendeckendes Busliniennetz von mehr als 30 Linien. Alle Orte über 200 Einwohner und viele kleinere Ortschaften sind angebunden.
- Kunden- und familienfreundliche Tarifangebote (z. B. das Familien-Tagesticket oder der Seniorentarif) machen das Bus fahren im Ostallgäu attraktiv.
- Bedarfsorientierte Verkehre, z. B. das Anruf-Sammel-Taxi (AST), sorgen dafür, dass auch in Regionen, wo sich wegen geringer Nachfrage der Einsatz von Bussen nicht lohnt, die Bürger von A nach B kommen.
- Seit 01.05.2007 ist auch die Radmitnahme an / in den Bussen kostenlos.
Mehr als 3 Millionen Fahrgäste nutzen dieses Angebot jährlich.
Einen gemeinsamen Nahverkehrsraum für die Planungen und Entscheidungen bildet der Landkreis Ostallgäu mit der kreisfreien Stadt Kaufbeuren.

Projekte im Bereich ÖPNV

Am 12.12.2025 stimmte der Kreistag des Landkreises Ostallgäu einstimmig dem Beitritt zum Münchner Verkehrsverbund zum 01.01.2027 zu und wird Gesellschafter der MVV GmbH.
Die damalige Landrätin Maria Rita Zinnecker sieht darin eine wichtige Weichenstellung: „Wir schaffen damit für die Menschen im Ostallgäu einen deutlich einfacheren Zugang zu Bus und Bahn – vom täglichen Weg zur Arbeit bis zum Ausflug am Wochenende. Der MVV-Beitritt ist ein entscheidender Schritt hin zu einem leistungsstarken Nahverkehr, der unserer mobilen, pendelnden und touristisch geprägten Region gerecht wird.“
Gleichzeitig plant auch die kreisfreie Stadt Kaufbeuren dem MVV-Gebiet beizutreten.
Die Verwaltung wurde beauftragt, alle weiteren und notwendigen Schritte für die Umsetzung des MVV-Beitritts vorzubereiten. Der Verbundbeitritt markiert seitdem das umfassendste Projekt in der Servicestelle ÖPNV & Mobilität. Bis zum geplanten Starttermin steht eine Reihe konkreter Schritte an. Zunächst erfolgte am 09.07.2026 der formale Aufnahmebeschluss der MVV-Gesellschafterversammlung. Parallel dazu erarbeitet der Landkreis gemeinsam mit dem MVV die tarifliche und vertragliche Einbindung. Zudem werden die Vertriebs- und Informationssysteme im Landkreis – etwa Fahrscheinautomaten, Vertriebsstellen, Apps und Fahrgastinformationen – schrittweise an die MVV-Standards angepasst.
Damit wird das Ostallgäu Teil eines der größten Verkehrsverbünde Deutschlands.
Bürger können nach dem Beitritt den einheitlichen MVV-Tarif nutzen – mit nur einem Ticket für Bus und Bahn im gesamten Verbundraum. Auch die digitale Fahrplanauskunft des MVV sowie moderne Buchungswege wie Handy- und Online-Tickets stehen den Fahrgästen dann zur Verfügung. Durch die Verbundintegration soll es auch bessere Umsteigemöglichkeiten und zusätzliche Ticketangebote geben – etwa für Pendler oder Schüler.
Grundlagendokumente ÖPNV & Mobilität
Allgemeine_Vorschriften__Nahverkehrsplan
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Allg. Vorschrift Art. 24 Zuschuss Ausbildungsverkehre ab 2025.pdf
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Allg. Vorschrift D Ticket 2025.pdf
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Allgemeine Vorschrift Höchsttarif Richtlinie 01.01.2026.pdf
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Gesamtbericht OEPNV.pdf
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Nahverkehrsplan für den Landkreis Ostallgäu und die Stadt Kaufbeuren 2020 komprimiert 1 .pdf
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Landkreis Ostallgäu
Mobilitätsmanagement
Das Mobilitätsmanagement im Ostallgäu beschäftigt sich mit dem Mobilitätsverhalten der Bürgerinnen und Bürger im gesamten Landkreis. Es handelt sich um ein Instrument zur Beeinflussung der Verkehrsnachfrage im Personenverkehr und setzt sich zum Ziel umweltverträgliche Verkehrsmittel, wie beispielsweise das Fahrrad, den Bus oder die Bahn zu fördern. Das heißt der Verkehr soll umweltfreundlicher, sozialverträglicher sowie effizienter gestaltet werden. Die Förderung im Mobilitätsmanagement erfolgt weitestgehend durch „sanfte“ Maßnahmen wie Information, Kommunikation, Motivation, Koordination, Serviceangebote aber auch Infrastrukturmaßnahmen für umweltverträgliche Verkehrsmittel können erfolgen.
Die Aufgaben des Mobilitätsmanagements setzen sich aus verschiedenen Aspekten zusammen. Neben der konzeptionellen Arbeit, welche die Umsetzung des (Allgäuer-) Mobilitätskonzepts beinhaltet, bietet das Mobilitätsmanagement Raum für Öffentlichkeitsarbeit um auf mobilitätsrelevante Themen aufmerksam zu machen. Ebenso fungiert das Mobilitätmanagement als Ansprechpartner für Kommunen bei Fragen rund um das Thema Mobilität und findet zudem interdisziplinäre Anknüpfungspunkte bei verkehrsplanerischen, touristischen und klimarelevanten Themen.
Mobilität im Ostallgäu zukunftsfähig weiterentwickeln
Mobilitätskonzepte
Der Landkreis Ostallgäu arbeitet gemeinsam mit Partnern in der Region daran, Mobilität langfristig einfacher, besser vernetzt und nachhaltiger zu gestalten. Grundlage dafür ist ein integriertes Mobilitätskonzept für das Allgäu, das Mobilität nicht nur als Verkehrsfrage versteht, sondern als wichtigen Bestandteil von Alltag, Arbeit und Tourismus. Ziel ist es, Angebote so weiterzuentwickeln, dass sie zu den Bedürfnissen der Menschen im ländlichen Raum passen.
Im Mittelpunkt stehen dabei verschiedene Bausteine: ein attraktiver öffentlicher Nahverkehr, flexible und alternative Mobilitätsangebote, die bessere Verknüpfung verschiedener Verkehrsmittel, die Förderung von Radverkehr und Radinfrastruktur, digitale Informations- und Steuerungsangebote sowie Mobilitätslösungen für Kommunen, Unternehmen, Schulen und touristische Ziele. Das Konzept betont außerdem, wie wichtig ein enger Austausch zwischen den beteiligten Akteuren ist, damit gute Ideen in der Region gemeinsam umgesetzt und weiterentwickelt werden können.
Besonders wichtig ist dabei der Blick auf die regionalen Besonderheiten: Mobilität im ländlichen Raum braucht andere Lösungen als in großen Städten. Deshalb setzt das Konzept auf praxistaugliche Ansätze, die den Menschen vor Ort zugutekommen, bestehende Angebote sinnvoll ergänzen und die Lebensqualität in der Region stärken.
Mobilität im Ostallgäu gemeinsam weiterdenken
Wie Menschen im Ostallgäu unterwegs sind, betrifft viele Bereiche des Alltags: den Weg zur Arbeit, zur Schule, zum Einkaufen oder in der Freizeit. Mit dem Masterplan Mobilität Südschafft der Landkreis Ostallgäu die Grundlage dafür, Mobilität im südlichen Kreisgebiet und darüber hinaus zukunftsfähig, alltagstauglich und nachhaltig weiterzuentwickeln. Mobilität wird dabei nicht nur aus Sicht des Verkehrs betrachtet, sondern als wichtiges Thema für Leben, Arbeiten und Tourismus in der Region.
Im Mittelpunkt stehen praktische Fragen: Wie kann der öffentliche Nahverkehr attraktiver und barrierefreier werden? Wie lassen sich Bus, Bahn, Fahrrad, Fußwege und weitere Angebote besser miteinander verknüpfen? Welche digitalen Lösungen können helfen, Verkehr besser zu lenken und Informationen leichter zugänglich zu machen? Als wichtige Themen wurden unter anderem ÖPNV und Multimodalität, Rad- und Fußverkehr, Mobilitätsmanagement für Schulen und Betriebe, Digitalisierung, Information und Kommunikation sowie neue Mobilitätsangebote benannt.
Ziel ist es, gute und bezahlbare Mobilität für möglichst viele Menschen zu ermöglichen — unabhängig von Alter, Wohnort oder persönlicher Lebenssituation. Dazu sollen regionale Besonderheiten berücksichtigt, verschiedene Akteure eingebunden und passende Lösungen für Bürgerinnen und Bürger, Wirtschaft und Tourismus gemeinsam entwickelt werden.

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