Projekte im Bereich Mobilität

Projekt "AuTo" - Autonomer Transport on Demand

Der Landkreis Ostallgäu arbeitet daran, Mobilität im ländlichen Raum zukunftsfähig weiterzuentwickeln.  Der Landkreis Ostallgäu ist Mitglied in der IBA-Unit des EMM e. V. und damit im Gesellschafterkreis der IBA GmbH vertreten. So bringt der Landkreis die Interessen des ländlichen Raums aktiv in die IBA Metropolregion München ein. Unter dem Motto „Räume der Mobilität“ werden dort von 2024 bis 2034 gemeinsam mit Kommunen, Wirtschaft und Wissenschaft neue Ideen für die Mobilität von morgen entwickelt.

Mit dem Projekt „AuTo – autonomer Bedarfsverkehr als Ergänzung zum ÖPNV“ hat der Landkreis Ostallgäu eine eigene Projektidee eingebracht, die inzwischen als IBA-Projektkandidat ausgewählt wurde. Ziel ist es, autonome und bedarfsgesteuerte Shuttles als Ergänzung zum bestehenden Bus- und Bahnangebot zu erproben – besonders dort, wo der klassische ÖPNV im ländlichen Raum an Grenzen stößt.

Für die Bürgerinnen und Bürger kann das konkrete Vorteile bringen:

  • besserer ÖPNV durch flexiblere Verbindungen
  • einfachere Wege zu Bus und Bahn
  • mehr soziale Teilhabe durch bessere Erreichbarkeit
  • weniger Abhängigkeit vom eigenen oder zweiten Auto
  • ein Beitrag zu Klimaschutz und nachhaltiger Mobilität

Um diese Idee weiterzuentwickeln, arbeitet der Landkreis mit Partnern aus Wissenschaft, Forschung und Mobilitätsbranche zusammen. Zudem ist das Ostallgäu Teil eines größeren Verbundprojekts, das technische Grundlagen für die Einbindung automatisierter Fahrzeuge in den öffentlichen Nahverkehr schaffen soll. Dabei bringt der Landkreis gezielt die Perspektive des ländlichen Raums ein.

Das Projekt MILA hat inzwischen die erste Stufe des Förderverfahrens erfolgreich erreicht und wurde vom Bund positiv aufgenommen. Bis Ende Juni kann nun ein Vollantrag eingereicht werden.

Der Landkreis Ostallgäu nutzt damit seine Mitgliedschaft im EMM-Netzwerk, um neue Mobilitätslösungen frühzeitig mitzugestalten und auf ihre Alltagstauglichkeit im ländlichen Raum zu prüfen.

Projekt "ALPIN" - KI-Modellregion für klimaneutrale autonome Mobilität im ländlichen Alpenraum

Mit dem Projekt ALPIN soll im Allgäu eine neue Form nachhaltiger Mobilität erprobt werden: autonome, elektrisch betriebene Shuttle-Angebote, die mit Bus, Bahn und weiteren Verkehrsmitteln intelligent verknüpft werden. Ziel ist es, Mobilität im ländlichen Raum einfacher, klimafreundlicher und alltagstauglicher zu machen – sowohl für Einheimische als auch für Gäste.

Worum geht es?

Gerade im ländlichen Raum ist das Auto für viele Menschen noch oft unverzichtbar. Gleichzeitig gibt es typische Herausforderungen wie weite Wege, unübersichtliche Umstiege, Staus an touristischen Hotspots, Parkplatzdruck und teils nur eingeschränkte Angebote auf der ersten und letzten Strecke zwischen Wohnort, Bahnhof, Bushaltestelle oder Zielort. Genau hier setzt ALPIN an.

Das Projekt will zeigen, wie autonome On-Demand-Shuttles – also kleine, flexibel buchbare Fahrzeuge ohne klassischen Fahrplan – diese Lücken schließen können. Unterstützt wird das durch eine KI-basierte Steuerungsplattform, die unter anderem Verkehrs-, Wetter-, Veranstaltungs- und Energiedaten zusammenführt, um Angebote bedarfsgerecht zu steuern.

 

Was ist der Nutzen für Bürgerinnen und Bürger?

Für die Menschen in der Region soll Mobilität vor allem einfacher und verlässlicher werden. Das bedeutet zum Beispiel:

  • bessere Anbindung an Bahnhof, Bus und wichtige Ziele,
  • weniger Abhängigkeit vom eigenen Auto,
  • attraktivere Alternativen für Alltag, Freizeit und Tourismus,
  • weniger Verkehr und damit mehr Aufenthaltsqualität an stark belasteten Orten,
  • neue Angebote auch für ältere Menschen oder Personen ohne eigenes Auto.

     

Wo wird das konkret erprobt?

Das Projekt sieht drei Anwendungsfälle vor:

BereichInhalt
OberstaufenErgänzung des Ortsverkehrs durch autonome On-Demand-Shuttles, um Lücken im bestehenden Angebot zu schließen und Ziele wie Bahnhof, Kurpark oder Hotels besser zu verbinden.
Füssen / OstallgäuEntlastung stark frequentierter touristischer Ziele durch ein ringförmiges Shuttle-System, das unter anderem Bahnhof, Innenstadt, Hohenschwangau, Schlösser, Tegelbergbahn, Forggensee und Festspielhaus verbindet. Ziel ist es, Verkehr, Parkdruck und Emissionen zu senken.
Memmingen / Allgäu AirportVerbesserung der Anbindung von Bahnhof, Flughafen, Gewerbegebieten, Park-&-Ride-Standorten und Wohnquartieren durch ein autonomes Shuttle-Angebot für Pendler, Beschäftigte, Fluggäste und Anwohnende.

 

Welche Ziele verfolgt das Projekt?

ALPIN möchte messbar dazu beitragen,

  • CO₂-Emissionen im Verkehr zu senken,
  • den Autoverkehr an besonders belasteten Orten zu reduzieren,
  • den Anteil nachhaltiger Verkehrsmittel zu erhöhen,
  • die Nutzerzufriedenheit zu verbessern
  • und tragfähige Lösungen für einen späteren Regelbetrieb zu entwickeln.

In den Modellanwendungen werden unter anderem eine CO₂-Reduktion von mehr als 15 %, eine spürbare Verringerung des motorisierten Individualverkehrs sowie eine hohe Akzeptanz und Auslastung der Shuttles angestrebt.

 

Was ist darüber hinaus besonders?

ALPIN betrachtet Mobilität nicht isoliert, sondern verbindet Verkehr, Energie, Tourismus und digitale Steuerung. Die Elektro-Shuttles sollen möglichst intelligent geladen und in bestehende Systeme integriert werden. Gleichzeitig werden auch Fragen der Wirtschaftlichkeit, Akzeptanz, Organisation und langfristigen Umsetzung mitgedacht.

 

Warum ist das Projekt für die Region wichtig?

Das Projekt kann helfen, den ländlichen Raum zukunftsfähig aufzustellen. Es soll zeigen, wie moderne Mobilitätsangebote auch außerhalb großer Städte funktionieren können – praxisnah, klimafreundlich und auf die Bedürfnisse vor Ort zugeschnitten. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sollen nicht nur der Modellregion zugutekommen, sondern auch als Vorbild für andere ländliche und touristisch geprägte Regionen dienen.

Peter Däubler

Wirtschaftsreferent

08342 911-480peter.daeubler(at)lra-oal.bayern.de
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Christina Löffler

Projektmanagerin ÖPNV & Mobilität

08342 - 911 - 473mobilitaet(at)lra-oal.bayern.de
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