Unternehmerabend Ostallgäu–Kaufbeuren: KI und Robotik als Impulsgeber für den Mittelstand

Gruppe von fünf Personen, die vor einer großen Leinwand stehen, auf der „Herzlich willkommen zum Unternehmerabend 2025“ geschrieben steht. Die Umgebung ist eine Veranstaltungshalle mit technischem Equipment. Einige Personen tragen Namensschilder.

Rund 100 Unternehmerinnen und Unternehmer aus der Wirtschaftsregion Ostallgäu–Kaufbeuren haben sich im Institut für angewandte Künstliche Intelligenz und Robotik (IKR) in Marktoberdorf zum zweiten Unternehmerabend im Jahr 2025 getroffen. Dabei ging es neben aktuellen Anwendungen von Künstlicher Intelligenz und Robotik um Impulse für die wirtschaftliche Zukunft der Region und den gegenseitigen Austausch von Erfahrungen. Organisiert wurde der Abend von den Wirtschaftsförderungen des Landkreises Ostallgäu und der Stadt Kaufbeuren.

 

Landrätin Maria Rita Zinnecker hob die Bedeutung der engen Zusammenarbeit von Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung beim technologischen Wandel hervor: „Mit dem Unternehmerabend setzen wir ein Zeichen für die Innovationskraft und Wandelbereitschaft unserer Region. Der Schulterschluss ist der Schlüssel, damit unser Mittelstand von den Chancen der Künstlichen Intelligenz profitieren kann – im Produktionsprozess wie auch in der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und in der Kundenkommunikation.“ Oberbürgermeister Stefan Bosse betonte die Zukunftsoffenheit der Unternehmen: „Es ist eindrucksvoll zu sehen, wie unsere Wirtschaftsregion auftritt. Die Unternehmen wollen die Zukunft aktiv mitgestalten und wir möchten sie dabei unterstützen. KI und Robotik bieten Potenzial für Innovation und Wettbewerbsfähigkeit, wobei der Mensch im Mittelpunkt stehen muss.

Die Teilnehmenden erhielten unter anderem Einblicke in die Arbeit des IKR – praxisnah vor Ort zwischen echten Roboterarmen. Christian Dorer, operativer Leiter des IKR, stellte zwei Projekte vor, mit denen Unternehmen ihre Kompetenzen im Bereich KI ausbauen können Zum einen den „KI-Führerschein“, der Unternehmen kompakt in drei Stunden Grundlagen der KI, Chancen und Risiken sowie praktische Tipps vermittelt. Zum anderen das Programm „KI-Transfer+“, das Unternehmen über Schulungen und Workshops begleitet, um eigenständige KI-Kompetenzen aufzubauen. Prof. Dr. Isabell Welpe, Expertin für digitale Transformation und Künstliche Intelligenz, stellte in einem Impulsvortrag aktuelle Entwicklungen in der Arbeitswelt vor und zeigte, wie Unternehmen vom digitalen Wandel profitieren können. 

Im Anschluss nutzten die Gäste die Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch und zum Aufbau neuer Kontakte. Insgesamt wurde bei der Veranstaltung deutlich, wie eng Zukunftsforschung und mittelständische Praxis verbunden sind und welche Entwicklungen in der Region möglich sind.