Energie- und CO2-Bilanz zeigt: Ostallgäu senkt Emissionen trotz Wachstum

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Das belegt, dass sich die bisherigen Bemühungen im Klimaschutz und beim Ausbau erneuerbarer Energien auszahlen. Der Landkreis Ostallgäu kommt beim Klimaschutz voran. Die jetzt vorliegende Energie- und CO?-Bilanz für die Jahre 2011 bis 2023, die die Servicestelle Klima beauftragt hat, zeigt: Obwohl Bevölkerung und Wohnfläche weiter gewachsen sind, sind die Treibhausgasemissionen deutlich gesunken. Das belegt, dass sich die bisherigen Bemühungen im Klimaschutz und beim Ausbau erneuerbarer Energien auszahlen.
Zwischen 2011 und 2023 ist die Bevölkerung im Ostallgäu um 5,6 Prozent gestiegen, die Wohnfläche sogar um 18,9 Prozent. Gleichzeitig sank der Energieverbrauch um 3,8 Prozent – von 4,27 auf 4,11 Millionen Megawattstunden. Noch deutlicher fiel der Rückgang bei den Treibhausgasemissionen aus: Sie sanken von 1,40 auf 1,20 Millionen Tonnen CO?-Äquivalente, also um 14,3 Prozent. Auch pro Kopf gingen die Emissionen deutlich zurück – von 10,5 auf 8,5 Tonnen CO?-Äquivalente je Einwohnerin und Einwohner. „Die Bilanz zeigt deutlich, dass unsere angestoßenen Maßnahmen wirken. Klimaschutz ist im Ostallgäu nicht nur ein Ziel auf dem Papier, sondern messbar in den Zahlen sichtbar“, erläutert Landrat Bernd Stapfner. „Unsere Anstrengungen lohnen sich – das freut mich sehr.“
Erneuerbare Energien stärken die regionale Wertschöpfung
Ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung ist der Ausbau der erneuerbaren Energien. Vor allem im Strombereich zeigt sich ein klarer Fortschritt: Die erneuerbare Stromerzeugung im Landkreis stieg von 0,52 auf 0,87 Millionen Megawattstunden. Dazu beigetragen haben vor allem Photovoltaik und zunehmend auch Windkraft. Der Ausbau erneuerbarer Energien bringt nicht nur Vorteile fürs Klima, sondern auch wirtschaftliche Chancen für die Region. Energie ist ein erheblicher Kostenfaktor: 2023 lagen die jährlichen Energiekosten im Landkreis bei rund 572,7 Millionen Euro. Ein erheblicher Teil davon fließt weiterhin für fossile Energieträger und importierte Energie ab.
„Hier liegt ein großes Potenzial: Wenn erneuerbare Energien vor Ort weiter ausgebaut und genutzt werden, bleibt mehr Wertschöpfung in der Region. Mit unserer 2025 initiierten Bürgerenergiegenossenschaft Ostallgäu haben wir die idealen Voraussetzungen hierfür geschaffen“, so Stapfner. Die lokale Stromerzeugung stärke die regionale Energieversorgung und verringere so die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern. Die Bilanz zeige, dass der Landkreis Ostallgäu hier auf einem guten Weg ist. „Der weitere Ausbau erneuerbarer Energien kann Klimaschutz, Versorgungssicherheit und regionale Wertschöpfung noch stärker verbinden.“
Die Bilanz wurde von der Zukunftswerk eG im Auftrag der Servicestelle Klima erstellt. Eine Kurzfassung der Bilanz sowie weitere Informationen und Angebote finden Sie im Downloadbereich der Klima-App Ostallgäu unter klima-app-oal.de.
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