Mitteilung vom

Ostallgäuer Kommunaldialog: Zweite Auflage mit großem Interesse

Bei der Begrüßung betonte Landrat Stapfner die Verantwortung der Kommunen für kommende Generationen: „Ziel muss es sein, ihnen eine lebenswerte Heimat zu hinterlassen, die Wohlstand, eine intakte Umwelt und soziale Gerechtigkeit verbindet." Bilder: Landkreis Ostallgäu/Andreas Neukam

Bei der Begrüßung betonte Landrat Stapfner die Verantwortung der Kommunen für kommende Generationen: „Ziel muss es sein, ihnen eine lebenswerte Heimat zu hinterlassen, die Wohlstand, eine intakte Umwelt und soziale Gerechtigkeit verbindet." Bilder: Landkreis Ostallgäu/Andreas Neukam

Der Landkreis Ostallgäu hat gemeinsam mit dem Kreisverband Ostallgäu des Bayerischen Gemeindetags den zweiten Ostallgäuer Kommunaldialog in der Bayerischen Musikakademie Marktoberdorf veranstaltet. Im Mittelpunkt standen praxisrelevante Informationen für die kommunale Arbeit sowie der persönliche Austausch zwischen Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern sowie Gemeinde-, Markt- und Stadträten aus dem gesamten Landkreis. Durch den Abend führte Helmut Bucher, Vorsitzender des Kreisverbands Ostallgäu des Bayerischen Gemeindetags. Für den Abend hatten sich 135 Personen angemeldet.

Landrat Bernd Stapfner betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg. „Heute wollen wir miteinander reden, uns austauschen und voneinander lernen“, sagte Stapfner. „Ich ermutige Sie, in der Kommunalentwicklung kreativ zu sein, auch mal neue Wege zu gehen und Grenzen zu überwinden.“ Gerade nach den Kommunalwahlen bot der Abend auch neu gewählten Mandatsträgerinnen und Mandatsträgern Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen und Erfahrungen auszutauschen.

Die Fortsetzung des Formats geht auf den ausdrücklichen Wunsch der Teilnehmenden der ersten Veranstaltung zurück: Bei der damaligen Befragung hatten sich alle Befragten für eine Wiederholung ausgesprochen. Bucher unterstrich die Zielsetzung des gemeinsamen Formats: „Unser Ziel ist es, Ihnen als kommunale Entscheidungsträger relevante Informationen für Ihre tägliche Arbeit zur Verfügung zu stellen und vor allem den aktiven Austausch untereinander zu fördern.“

Fachvorträge und persönliche Begegnungen

Matthias Simon vom Bayerischen Gemeindetag stellte die Beratungs- und Fortbildungsangebote des Gemeindetags, des Deutschen Städte- und Gemeindebunds und des Bayerischen Selbstverwaltungskollegs vor. Schwerpunkte waren Kommunalrecht, Finanzen und Digitalisierung.

Wie Kommunen ihre Ortsentwicklung gemeinsam gestalten können, erläuterte die per Video live zugeschaltete Theresa Schäfer von der Schule der Dorf- und Landentwicklung Thierhaupten. Die Einrichtung unterstützt diesen Prozess mit Seminaren, Workshops und moderierten Gemeinderatsklausuren.

Die Bildungsangebote der Hanns-Seidel-Stiftung präsentierte Karin Kamleiter. Sie reichen von Kommunal- und Baurecht über Haushaltsführung bis zu Rhetorik und Kommunikation und geben insbesondere neu gewählten Ratsmitgliedern Orientierung.

Der Umgang mit konkurrierenden Flächenansprüchen stand im Mittelpunkt des Beitrags von Ramona Riederer von der Allgäu GmbH. Sie zeigte, wie Mehrfachnutzung und kommunale Zusammenarbeit zur Lösung beitragen können, und stellte regionale Praxisbeispiele sowie die geplante Workshopreihe „Allgäuer Flächenlabor“ vor.

Neben Stapfner und Bucher begrüßte auch Michael Pfaffenzeller, Leiter der Bayerischen Musikakademie Marktoberdorf, die Gäste. Für die musikalische Umrahmung sorgte der Bürgermeisterchor Ostallgäu. Im Anschluss an die Vorträge boten Infostände und ein gemeinsames Buffet Raum für Gespräche mit den Referierenden und für die Vernetzung untereinander.

Stapfner warb dafür, die Herausforderungen der Kommunen gemeinsam anzugehen und dabei auch die kommenden Generationen im Blick zu behalten: „Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, dass unser Ostallgäu auch in Zukunft ein Ort ist, an dem Menschen gerne leben und arbeiten!“