5. Ostallgäuer Pflegekonferenz: Netzwerkarbeit als Gerüst

Auf dem Bild v. l.: Thorsten Anstädt (Huma Q Wiesbaden), Stefan Mohr (Abteilungsleiter Soziales), stellvertretende Landrätin Carina Fischer, Sandra Wieland (Demenzbeauftragte Ostallgäu), Manuela Walgenbach (Teamleitung Pflegestützpunkt Ostallgäu) und Gerhard Stadler (Sachgebietsleiter Soziale Entwicklung). Bildquelle: Juliane Brandt/Landratsamt Ostallgäu
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie bestehende Netzwerke in Pflege, Beratung und Versorgung transparenter, verbindlicher und wirksamer gestaltet werden können.
Wie kann Pflege und Versorgung im Landkreis Ostallgäu auch künftig verlässlich gestaltet werden – und welche Rolle spielt dabei eine gute Vernetzung aller beteiligten Akteure? Mit diesen Fragen hat sich die 5. Ostallgäuer Pflegekonferenz im Landratsamt Ostallgäu beschäftigt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, wie bestehende Netzwerke in Pflege, Beratung und Versorgung transparenter, verbindlicher und wirksamer gestaltet werden können.
Zur Eröffnung betonte stellvertretende Landrätin Carina Fischer, dass gute Versorgung im ländlichen Raum nur im gemeinsamen Miteinander gelingen könne. Eine sorgende Gemeinschaft entstehe dort, wo Verantwortung geteilt, Wissen verknüpft und Zusammenarbeit aktiv gelebt werde.
Netzwerkarbeit bilde hierbei die Voraussetzung dafür, dass aus einzelnen Angeboten ein tragfähiges gemeinsames Versorgungsgefüge entsteht.
Rund 80 Teilnehmende aus Kommunen, stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen, Kliniken, Vereinen, Beratungsstellen und der Ehrenamtsarbeit kamen auf Einladung des Landkreises ins Landratsamt. Mehr als Fachinformation allein sollte die Konferenz vor allem auch Orientierung und Austausch ermöglichen. Nach der Begrüßung gaben Demenzbeauftragte Sandra Wieland und Manuela Walgenbach, Teamleitung Pflegestützpunkt Ostallgäu, einen Überblick über die bestehenden Strukturen und Netzwerke in Pflege und Versorgung im Landkreis. Ziel war es, den Teilnehmenden nachvollziehbar aufzuzeigen, welche Aufgaben- und Rollenverteilungen im Landkreis bestehen, um Synergien gezielt zu nutzen und Kooperationen systematischer zu gestalten. Anschließend zeigte Thorsten Anstädt, Geschäftsführer von humaQ Wiesbaden, in einem Best-Practice-Beitrag, wie sorgende Gemeinschaften durch gezielte Netzwerkarbeit gestärkt werden können und welche Ansätze sich daraus für das Ostallgäu ableiten lassen. Abschließend diskutierten die Teilnehmenden in einem interaktiven Workshop in Fokusgruppen über Stärken, Herausforderungen und Perspektiven der Netzwerkarbeit im Landkreis. Die Ergebnisse werden ausgewertet und sollen Impulse für die Weiterentwicklung des Netzwerks Pflege Ostallgäu geben.
Die Konferenz machte deutlich: Die Herausforderungen in Pflege und Versorgung lassen sich nur gemeinsam bewältigen. Gute Netzwerkarbeit schafft Transparenz, stärkt verlässliche Kommunikationswege und verbindet Fachwissen, Verantwortung und praktische Erfahrung. Genau darin liegt ein wesentlicher Baustein für die Weiterentwicklung einer sorgenden Gemeinschaft im Ostallgäu.