Shamonda-Virus
Information über das neuartige Shamonda-Virus (SHAV)
Seit Sommer 2026 gibt es die ersten Nachweise des neuartigen Shamonda-Virus in Mitteleuropa. Aufgefallen waren zunächst Erkrankungen bei Rindern in der Schweiz, Frankreich und in Baden-Württemberg. Nach den bisherigen Untersuchungen des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) ist es ein Shamonda-Virus, welches genetische Übereinstimmungen mit dem Schmallenberg-Virus aufweist.
Aktuell wurde das Virus auch in Rinderbeständen im Ostallgäu nachgewiesen.
Die Übertragung erfolgt über Gnitzen (blutsaugende kleine Mücken), mit einer weiteren Ausbreitung bis in den Herbst hinein muss daher gerechnet werden.
Bei Rindern werden aktuelle folgende Symptome beschrieben:
deutlicher Milchleistungsrückgang
Tiere sind schlapp und apathisch
deutlich reduzierte Futteraufnahme
teilweise Durchfall
nach wenigen Tagen kommt es bei den erkrankten Tieren in der Regel zu einer deutlichen Erholung
Den Tierhaltern wird empfohlen, den Gesundheitszustand und besonders die Milchleistung der Herde aufmerksam zu beobachten, bei auffälligen Tieren die klinischen Symptome und deren zeitlichen Verlauf zu dokumentieren und den Bestand im Verdachtsfall tierärztlich untersuchen zu lassen.
Das neuartige Shamonda-Virus ist keine gelistete Tierseuche. Somit besteht zur Zeit weder für den Verdacht noch für die Bestätigung einer Infektion eine Meldepflicht. Dennoch ergeben sich für die Tierhalter aus dem europäischen Tiergesundheitsrecht wichtige allgemeine Pflichten. Nach Artikel 10 der Verordnung (EU) 2016/429 (Animal Health Law – AHL) sind Unternehmer für die Gesundheit der von ihnen gehaltenen Tiere verantwortlich und müssen das Risiko der Ausbreitung von Krankheiten minimieren. Dazu gehören – entsprechend dem jeweiligen Risiko – geeignete Biosicherheitsmaßnahmen, unter anderem Maßnahmen zur Isolation erkrankter Tiere. Tiere, die entsprechende klinische Symptome aufweisen, dürfen nicht verbracht werden.
Für den Menschen besteht laut FLI kein relevantes Infektionsrisiko.
Bitte informieren Sie sich regelmäßig auf den Seiten den Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittel (Tiergesundheit: Shamonda-Virus (SHAV)) bzw. FLI (Shamonda-Virus | Friedrich-Loeffler-Institut) über die aktuelle Entwicklung.
Das Veterinäramt Ostallgäu steht für Fragen unter der Telefonnummer 08342/911-213 zur Verfügung.
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