Landkreis und Gemeinden tauschen sich zu Quartiersprojekten aus

Eine Gruppe von Menschen sitzt an einem langen Tisch in einem Besprechungsraum. Einige haben Notizen, Wasserflaschen stehen bereit. Im Hintergrund befinden sich zwei große Bilder von Berglandschaften. Der Raum ist hell erleuchtet.

Zum diesjährigen Austauschtreffen sind Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen und Quartiersarbeit in Schwangau zusammengekommen.

Gastgeber war das Quartiersprojekt „Schwangauer Mitanand“ – eines der inzwischen elf Quartiersprojekte im Landkreis. Die Veranstaltung bot Gelegenheit für Information, Vernetzung und fachlichen Austausch und machte zugleich die Vielfalt und Weiterentwicklung der Quartiersarbeit im Ostallgäu sichtbar. Organisiert wurde das Treffen, von der kommunalen Seniorenbeauftragten Irmgard Haberberger. Teilgenommen haben Bürgermeister, Quartiersmanagerinnen sowie Seniorenbeauftragte.

Einen fachlichen Schwerpunkt setzte der Vortrag von Brigitte Herkert von der Koordinationsstelle Wohnen im Alter in München. Unter dem Titel „Bürgerschaftlich getragene Nachbarschaftshilfe – Aufgaben, Organisation und Förderung“ zeigte sie auf, wie bürgerschaftliches Engagement vor Ort gestärkt und sinnvoll organisiert werden kann und lieferte Impulse für die kommunale Praxis. Im Anschluss stellte Birgit Simon das Quartiersprojekt „Schwangauer Mitanand“ vor. Sie gab Einblicke in die örtlichen Strukturen, bestehende Angebote und künftige Entwicklungsschwerpunkte. Deutlich wurde dabei, wie breit das Engagement im Quartier aufgestellt ist. Zu diesem Konzept zählen Seniorenbildung, Information und Beratung, die Gruppe Spielefreunde, der Mittagstisch, Bewegung im Alter sowie die digitale Teilhabe. Schwangaus Bürgermeister Stefan Rinke bezeichnete das Quartiersprojekt als wichtigen Baustein zur Unterstützung der Seniorinnen und Senioren. Zudem würdigte er die Arbeit der Quartiersmanagerin und betonte, dass die Quartiersarbeit für die Gemeinde von großer Bedeutung sei.

Ein weiteres Thema war die Einsamkeit von Menschen mit eingeschränkter Mobilität, die stärker in den Blick genommen werden soll. Außerdem standen aktuelle Entwicklungen in den Gemeinden und im Landkreis sowie der Austausch zwischen den Quartiersmanagerinnen im Mittelpunkt. Besprochen wurden zudem die GutePflegeFöRderung als Unterstützungsmöglichkeit und die Frage, wie Projekte auch nach dem Ende von Förderprogrammen nachhaltig weitergeführt werden können. Im Austauschtreffen wurde die Bedeutung des persönlichen Dialogs und der engen Zusammenarbeit zwischen Quartiersmanagement, Seniorenarbeit und kommunaler Verantwortung besonders hervorgehoben. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels wurden dabei insbesondere wohnortnahe Unterstützungsangebote, lebendige Nachbarschaften und gut vernetzte kommunale Strukturen als wichtige Themen benannt. Das nächste Austauschtreffen der Quartiere im Ostallgäu ist für den Herbst in Buchloe vorgesehen.