Dokumentarfilm und Filmgespräch „Kein Land für Niemand“ in der filmburg Marktoberdorf

Der Film handelt von einer Flucht nach Europa – von der Überfahrt über das Mittelmeer bis zum Leben in Lagern an den EU-Außengrenzen.
Die Stelle für Kommunale Integration am Landratsamt zeigt am 26. März 2026 in der filmburg Marktoberdorf den Dokumentarfilm „Kein Land für Niemand“. Der Film handelt von einer Flucht nach Europa – von der Überfahrt über das Mittelmeer bis zum Leben in Lagern an den EU-Außengrenzen. Die Vorführung beginnt um 18.30 Uhr. Anschließend findet ein Filmgespräch mit Regisseur Maik Lüdemann statt. Die Veranstaltung kostet fünf Euro pro Ticket und wird vom Landratsamt bezuschusst.
„Kein Land für Niemand“ zeigt Menschen, die ihre Heimat verlassen haben und versuchen, in Europa Schutz und eine neue Perspektive zu finden. Die Kamera ist bei Einsätzen der Seenotrettung auf dem Mittelmeer dabei, beobachtet das Ankommen an den EU-Außengrenzen und zeigt das Leben in Lagern, in denen viele Menschen auf engstem Raum über einen längeren Zeitraum ausharren. Geflüchtete, freiwillige Helfende und Mitarbeitende von Hilfsorganisationen berichten von ihren Wegen, Erfahrungen, Belastungen und Hoffnungen.
Der Film arbeitet vor allem mit beobachtenden Bildern und Originaltönen. Auf ausführliche Kommentare aus dem Off wird weitgehend verzichtet, sodass die Stimmen der Beteiligten und die Situationen vor Ort im Mittelpunkt stehen. So entsteht ein unmittelbarer Einblick in Lebensrealitäten. Mit ruhigen Beobachtungen und längeren Einstellungen zeigt „Kein Land für Niemand“ Momente des Wartens, der Unsicherheit, aber auch des Zusammenhalts. Dabei geht es nicht nur um die Flucht selbst, sondern auch um den Alltag nach der Ankunft: um provisorische Unterkünfte, rechtliche Verfahren, Fragen der Versorgung und die Suche nach Orientierung in einer unbekannten Umgebung.
Filmemacher Maik Lüdemann kommt nach Marktoberdorf
Im Anschluss an die Vorführung in der filmburg besteht die Möglichkeit zum Austausch mit einem der beiden Filmemacher. Maik Lüdemann reist eigens ins Allgäu an, um im Filmgespräch von den Dreharbeiten zu berichten, Hintergründe zu erläutern und Fragen aus dem Publikum zu beantworten. Dabei geht es auch um die Frage, wie sich dokumentarische Arbeit in einem sensiblen Umfeld wie Flucht und Migration verantwortungsvoll gestalten lässt und welche Überlegungen hinter der filmischen Herangehensweise standen.
Organisiert wird die Veranstaltung von der Kommunalen Integration des Landratsamts Marktoberdorf gemeinsam mit der filmburg Marktoberdorf. Weitere Informationen und Veranstaltungen sind in der Integreat App unter www.integreat.app/ostallgaeu zu finden. Tickets können direkt über die filmburg Marktoberdorf reserviert werden.